wolfsgeheul.eu vom 05.06.2018

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Woran erkennt man einen Protestanten in einem katholischen Gottesdienst?

Er umschifft das Weihwasserbecken, spricht das Glaubensbekenntnis in der apostolischen Version, kniet sich nicht hin etc.. Das ist auch sein gutes Recht, und niemand zwingt ihn, bei den speziell katholischen Ritualen entgegen seiner Überzeugungen und Gewohnheiten heuchlerisch mitzuspielen. Auf diese Weise wird es jedem Christen möglich, einen Gottesdienst zu besuchen, auch wenn er der ihn feiernden Glaubensgemeinschaft nicht angehört. So funktioniert christliche Toleranz und jedem sollte damit gedient sein.

Was aber bewegt nun einen evangelischgläubigen Menschen, unbedingt hochoffiziell an einem katholischen Abendmahl, bei dem er obendrein noch nicht einmal am Meßwein nippen darf, teilnehmen zu wollen, obwohl er ansonsten standhaft bei seiner Linie bleibt!?

Die diesbezügliche Ablehnung von Kardinal Woelki, der der Papst nun mit seiner Entscheidung gefolgt ist, erscheint daher nur konsequent und richtig. Davon sollte offiziell auch nicht abgewichen werden.

Im übrigen gilt jedoch wie überall: Wo kein Kläger, da kein Richter. Denn keiner wird vor dem Empfang des Abendmahles nach seinem Mitgliedsausweis gefragt. Gleiches trifft auf Geschiedene zu, zumindest wenn sie sich außerhalb ihrer Gemeinde, in der die Tatsache bekannt sein dürfte, bewegen.

Wer also zuviel fragt und fordert, der bekommt eben Antworten, die ihm nicht genehm sind. Der Kenner dagegen genießt und schweigt.

In diesem Sinne guten Appetit und gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 02.06.2018

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„Wenn ich Mercedes fahren will, ruf‘ ich mir einfach ein Taxi.“

Dieser mutmaßlich nicht unwesentlich von Neid und/oder Haß getriebene Spontispruch aus meiner Jugend war gleichwohl von bestechender Treffsicherheit. Denn die Dieselvorreiter aus Untertürkheim stellten lange das einzige Unternehmen dar, das fahrgastfreundliche Limousinen mit einer sparsamen Knattermaschine im Angebot hatte. So fuhren und fuhren die Humanlastesel in ihrem mobilen Leben Distanzen, die teilweise in die Million gingen, ohne ihre stabile Struktur und das satte Geräusch beim Türzuschlagen zu verlieren. Und immer kommod mit dem edlen Stern voran!

Erst in neuester Zeit kamen dann die häßlichen Tourans oder Toyotahybriden hinzu und versuchten dem Daimler Konkurrenz zu machen. Wer nun ehrlich ist, der wird zugeben müssen, daß er, wenn er die Wahl hat, diese Gefährte jedoch niemals freiwillig besteigen würde. Bestellt man aber ein Taxi, dann ist das heute tatsächlich eine Markenlotterie, bei der eine leichte Verstimmung beim Fahrgast einkehrt, wenn keine Kühlerfigur vorfährt.

Da erscheint es nur konsequent, daß auf der App „mytaxi“ die Möglichkeit eingeräumt wird, bei den Bestelloptionen „Mercedes-Benz Taxi bevorzugen“ eingegeben werden kann, um fürderhin vor unliebsamen Überraschungen sicher zu sein.

Schöne, neue Welt!

Wenn ich ein Taxi will, bestell‘ ich einfach einen Mercedes.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

 

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