wolfsgeheul.eu vom 06.09.2015

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Was ist das für eine Unsitte, daß immer mehr PKW die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe verdunkelt haben!? Und warum merken die Lenker der Automobile nicht selbst, wie störend und geradezu gefährlich das im Verkehr ist; ihnen, die von innen herausschauen können, müßte es doch bei anderen auch negativ auffallen!?

Warum ist das überhaupt erlaubt? Ganz einfach! Seit der rechte Außenspiegel Pflicht ist, darf jeder sein Auto, einem fensterlosen Lieferwagen gleich, vollladen oder zukleistern. Das war ursprünglich auch sinnvoll, weil man dem Lenker eines Autos mit nach oben variablem Laderaum so die Möglichkeit eröffnete, in Ausnahmefällen einmal größere Transporte zu erledigen. Die damit ungeübten Fahrer waren auf diese Weise durch den rechten Rückblick wenigstens etwas sicherer unterwegs und fuhren zumeist ob ihrer gleichwohl vorhandenen Unsicherheit auch entsprechend vorsichtig, stellten also keine besonders vergrößerte Gefahr dar.

Dieses Scheibenverkleben aber, wo nur der andere Verkehrsteilnehmer nicht mehr hineinschauen, der Fahrer jedoch durchgucken kann, hat der Gesetzgeber damals gar nicht im wahrsten Sinne des Wortes im Blick gehabt. Mit jemandem, der voll den Überblick behaltend, unbeladen durch die Gegend rast, ohne aber jedoch von schräg oder ganz hinten vom Verkehrspartner gesehen zu werden, hat keiner gerechnet. Daß man aber mit einem Fahrzeuglenker, der sich nach hinten abschottet, nicht kommunizieren kann, erlebt man täglich schmerzlich im Straßenverkehr. Man merkt auch noch nicht einmal, wenn sich ein solcher Heimlichtuer für einen Fahrfehler entschuldigt.

Die Folien gehören also meines Erachtens verboten. Wie jedoch sollen Politiker auf diese Idee kommen, wenn sie selbst nicht mehr fahren und ansonsten mit folierten Limousinen chauffiert werden!?

Die Steigerung aber sind die Frontscheiben, die zur Vermeidung von Innenraumaufheizung reflektierend beschichtet sind – eine Notwendigkeit, die sich im übrigen nur aus unsinnig kubatierten Karosserien ergibt -, so daß man auch den entgegenkommenden Fahrer nicht mehr wahrnehmen kann.

Liebe Autohersteller, liebe Gesetzgeber, Augen auf im Straßenverkehr!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

 

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wolfsgeheul.eu vom 04.08.2015

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Eine aufmerksame, oft kritische aber insgesamt doch wohlwollende Leserin, meine Mutter, um es genau zu sagen, hat mich auf etwas hingewiesen, das durchaus interessant und mir bisher nicht aufgefallen ist. Im Zusammenhang mit meiner Kolumne vom 28.08.2015 stieß sie sich am Ausdruck „Autonome“, dieser klinge nämlich für sie ungerechtfertigterweise verharmlosend. Meinen Einwand, jeder könne mit diesem Begriff etwas anfangen und wisse, daß sich dahinter überwiegend junge Kriminelle verbergen, für die im Sinne ihrer guten Sache Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Nötigung, Brandstiftung und bei Gelegenheit auch gerne einmal Schwerwiegenderes zum abenteuerlichen Krawallalltag gehören, ließ sie nicht gelten. Während „Nazis“, „Neonazis“, „Rechtsradikale“ und „Rechtsextremisten“ eindeutig negativ konnotiert seien, biete die Bezeichnung „Autonome“ diese Klarheit nicht.

Je länger ich darüber nachdenke, muß ich ihr Recht geben. Da ich auf dem linken Auge aber nie blind war und immer schon Nazis und Kommunisten in einen Topf geworfen habe, bin ich nicht argwöhnisch geworden.

Aber übersetzt heißt „Autonome“ ja tatsächlich nur „Unabhängige“ oder „Selbständige“, was unverfänglich oder sogar positiv nach „Freidenker“ oder ähnlichem sich anhört. Nur weil sich in den 68ern eine militante Arbeiterbewegung in Italien „Autonomia Operaia“ genannt hat, setzte sich später der Begriff „Autonome“ für ähnliche Bewegungen durch, die zumindest offiziell frei und nicht direkt mit einer Partei, Gewerkschaft oder sonstigen politischen Vereinigung verbunden sind.

Und es kommt etwas äußerst Gefährliches hinzu! Während den öffentlichen Rechten meist die Dummheit aus der Fresse quillt, vermutet man, vielleicht oft auch nicht zu unrecht, hinter den schwarz vermummten Fratzen mehr Hirn. Zusätzlich richten sich Autonome gewöhnlich gegen korruptes Kapital, verbrecherische Banken, gewissenlose Saatgutunternehmer, wiederliche Tierhalter und menschenverachtende Waffenhersteller und beklagen damit Tatsachen, die wirklich bekämpfenswert sind und verhindert bzw. beseitigt gehören. Daß sie dies natürlich mit kriminellen Mitteln tun und sich damit trotz aller eventuell guten Absicht unstreitig ins Abseits stellen und konsequent verfolgt und vor Gericht gehören, ist bekannt und sollte Konsens im Lande sein. Wer sich nämlich bei der Durchsetzung seiner Meinung nicht friedlicher, demokratischer Methoden bedient, steht außerhalb der Gesellschaft.

Genau da aber kommt diesen Typen die verschleiernde Bezeichnung zugute. Und während sich ein guter Demokrat generell bei den Nazis – ganz unabhängig davon, was sie sagen oder fordern – nicht einreihen würde, geschieht es allenthalben, daß im Gefolge der Linksextremen auch stinknormale oder sogar prominente Bürger ohne Arg auftreten, weil sie das ähnliche Ziel verfolgen. Damit sind sie nicht besser als die normalen Heidenauer, die hinter den Neonazis stehen, weil sie – berechtigt oder unberechtigt – Befürchtungen vor den neuen Entwicklungen hegen. Nur so ist der Auftritt von Herrn Özdemir beim Willkommensfest in Heidenau zu erklären, und letztlich hat auch der werte Jacob Augstein nur deshalb seinen unsinnigen Vorschlag formuliert, weil ihn sein zum Teil berechtigter Haß auf Banken blind gemacht hat. Haß ist auch eine Droge und obendrein hat der Intellektuelle immer schon heimliche oder sogar offene Sympathie für radikale Handlungsweisen gehabt, wenn sie sich nur für die gute Sache einsetzten.

Ich jedenfalls werde zukünftig nur noch die Bezeichnungen „Linksradikale“ bzw. „Linkextremisten“ verwenden, wenn es um Autonome geht. Es ist korrekt, direkt und trägt zur Klarheit bei.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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