wolfsgeheul.eu vom 09.02.2018

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Meine mehr als vage Hoffnung wurde wahrlich bei weitem übertroffen.

Da geht man nur einen Tag kräftig feiern und schon hat sich ein massives Problem gelöst. Martin Schulz ist mutmaßlich Geschichte. Hoffen wir darauf, daß der Abgang sich als endgültig herausstellt und der Würselener nicht doch noch durch irgendeine Hintertür wo auch immer auf die politische Bühne zurückkehrt. Selbst als Hausmeister im Willy-Brandt-Haus möchte ich ihn nicht mehr sehen müssen. Möge er stattdessen seinen überraschenden Ruhestand genießen und sich bis zu seinem seligen Ende darüber freuen, daß er trotz seiner denkbar schlechten Voraussetzungen überhaupt etwas im Leben erreicht hat.

Und in der CDU rumort es ebenfalls. Die längst überfällige Palastrevolution zeichnet sich ab, so daß das Ende der zweifelhaften Ära Merkel in greifbarere Nähe rückt.

Das hat man doch nicht zu träumen gewagt.

Mehr haben die Narren am ersten Tag des Straßenkarnevals meines Wissens niemals zuvor erreicht. Schauen wir einmal, was noch so geht! Weiterfeiern ist in diesen Zeiten also Bürgerpflicht.

Helau und Alaaf!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 22.01.2018

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Keinen Arsch in der Hose, aber La Paloma pfeifen!

Die FDP wird sich vielleicht einmal vorwerfen lassen müssen, der Totengräber stabiler politischer Verhältnisse in Deutschland gewesen zu sein. Eine Partei mit einem charismatischen Vorsitzenden und ansonsten nahezu ohne Substanz gewinnt 10,7 Prozent der Stimmen und macht damit rechnerisch das von allen gewünschte Ende der ungeliebten Großen Koalition möglich. Anstatt sich dann zusammenzureißen und an der Aufgabe zu wachsen, kneift sie mit nicht abschließend geklärten Motiven. Sei es aber das Ziel, Merkel zu stürzen, oder die längerfristige Vorbereitung eines deutschen Macron in Person des liberalen Politmodels Christian Lindner bei der nächsten Wahl gewesen, beides stellt in jedem Falle eine grenzenlose Selbstüberschätzung dar. Und jetzt schaut eine achtzig Mann starke Fraktion regungslos zu, wie sich die beiden großen Volksparteien weiter auf den Weg in Richtung Bedeutungslosigkeit begeben. Sollte man etwa in den Reihen der Liberalen wirklich glauben, in vier Jahren überhaupt wieder dabei zu sein oder gar noch zuzulegen? Es grenzte doch an ein Wunder, käme es dazu. Viel wahrscheinlicher ist eine weitere Zunahme der Anteile für die AfD, so daß diese bedenkliche Bewegung sich nach sächsischem Vorbild zunehmend auf den Weg begäbe, CDU und SPD den Status als stärkste politische Kraft streitig zu machen. Ob es dann zu – eventuell durchaus vernünftigen – Fusionen der Christdemokraten mit der AfD und der Sozialdemokraten mit der Partei Die Linke käme, um zu alter Größe zurückzufinden, ist mehr als fraglich. Viel wahrscheinlicher dürfte eine weitere Zersplitterung der Parteienlandschaft sein mit den bekannt negativen Folgen für eine stabile Regierungsbildung.

Was bedeutet das alles? Ganz Deutschland möchte von der GroKo erlöst werden, und fast die Hälfte der SPD-Delegierten – bei den Mitgliedern sieht es vielleicht noch schlechter aus – will nicht regieren. Noch hat die FDP also die Chance, zu signalisieren, daß man nachgedacht habe und nunmehr doch bereit sei, in eine Jamaika-Koalition einzutreten. Nur das könnte gegebenenfalls auch die Liberalen auf Sicht retten. Es ist dafür nicht zu spät.

Also, Herr Lindner! Nur schön aussehen und gut reden können, reicht nicht aus, um bedeutsam zu werden. Und irren ist menschlich. Worauf also noch warten? Mann sein, Größe zeigen! Auf den Spuren von Hans Albers mit La Paloma auf den Lippen!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

P. S.: #FreeDeniz – 343 Tage in Unfreiheit -!

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