wolfsgeheul.eu vom 12.02.2018

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Versucht war ich schon, nicht nur den Rosenmontag, sondern auch den Veilchendienstag noch zum Feiertag zu erklären.

Aber mein leichter Optimismus, den ich in der letzten Kolumne geäußert habe, verlangt nach einer Zwischenbilanz. Können wir nach dem Abgang des Mannes mit den Haaren im Gesicht weitere Rücktritte verzeichnen. Leider nicht! Außer einem etwas reuigen Gabriel, der damit versucht, seine Chancen auf Amtserhalt zu wahren, gab es keine besonderen Vorkommnisse. Oder doch?

Felix fiel nach dem vierten Lauf und seinem fünften Platz in ein tiefes Loch. Laura ist genauso wie Arnd auf den Punkt gedopt, pardon, topfit. Andreas trotzt dem Wind und springt ebenfalls zu Gold. Köln verliert gegen Frankfurt und Bayern gewinnt auch mit Co-Trainer.

Außerdem kennt Oxfam, die ich in meiner Kolumne vom 13.05.2016 einmal im Zusammenhang mit der Geflügelproduktion zitiert habe, sich auch mit Vögeln aus und stellt sich auf eine Stufe mit anderen Hilfsorganisationen, die gleichermaßen ihre Macht schändlich ausnutzen, wenn sie vor Ort ihre ach so guten Werke tun. Wenn oben Sexorgien gefeiert werden, braucht man sich über das Benehmen der Untergebenen eben nicht zu wundern.

Und Frau Merkel schließt offenbar nicht einmal mehr eine Minderheitsregierung unter ihrer Führung aus. An einen baldigen Rücktritt ist also wohl nicht zu denken.

Narren können halt nicht alles. Schade!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 03.07.2017

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Karneval mit Rennrad!

Wo könnte die Tour de France besser aufgehoben sein als im Rheinland, sollte man denken. Die klassische Frohnatur ist nämlich im wahrsten Sinne des Wortes sturmerprobt, also gewohnt, auch bei Wind und Wetter bestens gelaunt stundenlang an der Straße zu stehen.

Und genau so war es gestern in Aachen. Unglaublich viele fröhliche Menschen säumten die Straßen der Kaiserstadt. Wer einen guten Platz ergattern wollte, mußte spätestens gegen 13:30 Uhr vor Ort sein; am Markt war zu dieser Zeit schon kaum noch ein Durchkommen. Und dann hieß es warten. Kurz nach 14 Uhr kam die Werbekollone, die unglaubliche Stimmung, zumeist auf Französisch verbreitete und wie beim Rosenmontagszug die gesittete Meute mit kleinen Geschenken zu bewarf. Bald hatten viele bunte Hütchen auf und schlemmten genüßlich. Den Höhepunkt bildete der Vittel-Troß, der alle – zu diesem Zeitpunkt regnete es noch nicht – mit frischem Mineralwasser besprühte, eine Weihe der etwas anderen Art. Danach mußte wieder gewartet werden, bis die Radfahrer kamen. Über eine Stunde lang! Jedes Polizeimotorrad und jedes Fahrzeug, das zwischendurch sporadisch mit einem Affenzahn durchfuhr, wurde jedoch bejubelt und zu kurzzeitigen Stars wurden die, die sich den Spaß erlaubten, ein paar Meter mit dem Hollandrad über die Strecke zu paradieren bis sie irgendwann freundlich an der Weiterfahrt gehindert wurden. Die Sportler sah man je nach Standort kaum, aber der Sekunden vorher aufbrandende Jubel kündigte sie unverkennbar an. Der eigentliche Sportakt glich damit einem Spuk, der kaum angefangen bereits vorbei war. Nachdem dann noch eine Unzahl von Materialwagen durchgezogen war, lösten sich die Massen vollkommen friedlich und erstaunlich schnell auf, was sicherlich auch daran lag, daß inzwischen strammer Regen eingesetzt hatte.

Ob man es glaubt oder nicht: Es war ein beeindruckendes Erlebnis, und das sage ich als einer, der mit Großveranstaltungen eher fremdelt. Aber nicht überall schlugen die Wogen so hoch wie in Aachen. Der Kollege Harald Wendler berichtet auf seiner Internet-Tageszeitung MG-Heute für Mönchengladbach von einem eher traurigen Bild.

Na ja, auch im Rheinland ist eben jeder Jeck anders.

Diese Tour de France aber ist etwas ganz besonderes. Und ob die Jungs mit ihren wirklich beeindruckend trainierten Beinen nun gedopt sind oder nicht, spielt bei der Beurteilung nahezu keine Rolle. Die Leistung ist in jedem Falle extraordinär, sowohl sportlich als auch organisatorisch.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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