wolfsgeheul.eu vom 14.05.2018

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Über siebzig Jahre Frieden und der Christian weiß nicht mehr, wer in der Schlange vor ihm steht.

Wenn selbst die Liberalen zu schwimmen beginnen, dann müssen wirklich alle Warnlampen angehen. Nun hat zwar die FDP seit Westerwelle leider nicht mehr viel mit den alten intellektuellen Freidenkern zu tun, aber ein kleiner Rest dieser Kultur und Kompetenz sollte zumindest bei ihnen noch vorhanden sein. Daß die Konservativen – und damit meine ich ebenfalls die Sozialdemokraten -, die bisher die Extreme bürgerlich einzugliedern vermochten, orientierungslos durch die Gegend schwadronieren, liegt angesichts der Bedrohung von äußerst rechten wie linken Parteien, die immer schon den Boden des Grundgesetzes mehr oder weniger verlassen wollten, fast auf der Hand. Aber auch die anderen bleiben nicht unbeeindruckt. Palmer von den Grünen und jetzt Lindner verlieren Klar- und Klugheit und beginnen im Trüben zu fischen, nachdem sie sich der Verantwortung entzogen haben.

Da nimmt es nicht Wunder, daß nach neuesten Umfragen das Vertrauen in den Rechtsstaat massiv Schaden nimmt. In meinen fünfzehn Jahren in Sachsen dachte ich noch, es sei ein rein postkommunistisches Phänomen. Jetzt aber zeigen sich zunehmend gleiche Tendenzen in Gesamtdeutschland.

Und woran liegt es? Einzig daran, daß unser Staatengebilde, das perfekt verfaßt und mit nicht immer guten aber trotzdem wirksamen Gesetzen ausgestattet ist, aus unerfindlichen Gründen es nicht mehr vermag, dem Recht ausreichend Geltung zu verschaffen. Nur daran müßte sich dringend etwas ändern. Der Staat an sich braucht sich nicht zu wandeln. Das wäre im Gegenteil fatal.

Deshalb werde ich aber nie genau wissen, wer mit mir beim Einkauf ansteht. Und das ist gut so.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 25.09.2017

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Wer hätte vor 28 Jahren daran gedacht, daß wir uns ein derart übles Kuckucksei ins Nest holen!?

Quizfrage: In welchem Bundesland hat die AfD ihre besten Ergebnisse erzielt? A. Sachsen, B. Sachsen, C. Sachsen, oder D. Sachsen?

Die Mauer ist in Deutschland virtuell wieder da!

Der einzige Unterschied zu vor der Wende besteht leider darin, daß die im Osten für die SED respektive heute für deren rote oder braune Ableger abgegebenen Stimmen nun auch für das gesamte Land gelten. Da muß man noch froh sein, daß dort nicht mehr wie früher 99 Prozent der Stimmen auf die Einheitspartei entfallen. Aber AfD und Linke zusammen streben in Sachsen in Richtung der absoluten Mehrheit. So bekommen die Rechtspopulisten beispielsweise in den Wahlkreisen Meißen und Görlitz circa 33 Prozent und liegen damit rund 7 Punkte über der CDU; für Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gilt gar circa 36 Prozent und 10 Punkte Unterschied. Zusammen mit der Linken mit bis zu 15 Prozent wählen also nahezu die Hälfte der dortigen Wähler extremistische, wenngleich natürlich demokratische, weil nicht verbotene, Parteien. Am sächsischen Unwesen wird Deutschland nicht genesen, sondern eher verwesen. Der schöne Freistaat diskreditiert und zerlegt sich selbst. Und im übrigen sollte man – und das fällt mir als mit Verlaub und einem Augenzwinkern bisher hier und da skeptischer Betrachter des Frauenwahlrechtes nicht leicht zu sagen – wohl einmal das Männerwahlrecht überdenken.

Wenn wir diese Mauer der Dummheit und Verblendung in den durch den Kommunismus so nachhaltig verbogenen Hirnen nicht einreißen, wird es Zeit, mehr oder minder ernsthaft zu überlegen, ob wir die Herrschaften nicht besser wieder sich selbst überlassen sollten. Sie wollen die Segnungen eines demokratischen Rechtsstaates doch ganz offensichtlich gar nicht.

Und den Wiederaufbau Ost der neuen Art in Form der Rekonstruktion der alten Mauer als dann antifaschistischem Schutzwall für unsere Seite würden die fleißigen Sachsen obendrein sicherlich freiwillig übernehmen. Mich ließe es inzwischen kalt. Mein innigster Wunsch wäre nur, daß die mehr oder minder stumme redliche Mehrheit der Ostdeutschen es rechtzeitig schafft, ihr Land zu verlassen, denn niemandem ist es zu wünschen, – gegebenenfalls sogar schon zum zweiten Male – eingesperrt zu werden.

Und den Rest des Trauerspieles beobachten wir danach allabendlich aus sicherer Distanz in den „Nachrichten“, sprich demagogischen Verbiegungen bei den guten alten Sendungen „Aktuelle Kamera“ und „Der schwarze (oder heute vielleicht besser „braune“) Kanal“!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

P. S.: Frauke Petry scheint übrigens in ihrer Ehe mit einem Pfarrer doch einiges gelernt zu haben. Respekt! Besser spät als nie! Vielleicht wird der Spuk kürzer währen als befürchtet.

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