wolfsgeheul.eu vom 21.03.2018

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Mein nächster Flügel hat rosafarbene Tasten.

Es leben die Fakenews! Auf Facebook kursiert das Photo eines Elephanten, dessen prächtige Stoßzähne nicht elfenbeinfarben, sondern eindeutig rosa sind. Nach allem, was man dazu recherchieren kann, handelt es sich dabei offensichtlich um eine Photoshop-Bearbeitung, also nicht um die Abbildung der Realität. Es gibt aber wohl seit einigen Jahren bislang erfolglose Bestrebungen, durch eine solche Einfärbemaßnahme am lebenden Tier, der Wilderei und dem illegalen Handel mit dem animalischen Gold einen Riegel vorzuschieben. Eine brilliante Idee!

Da meine Pianistenkarriere nicht an einer Elfenbeinallergie gescheitert ist, hat mich an meinem großartigen Yamaha-Flügel immer gestört, daß er nur weiße Plastiktasten besitzt. Kaviar ißt man doch auch nicht mit einem billigen Eierlöffel, sondern mit einem solchen aus Perlmutt. Sollte ich mir also in meinem Leben noch einmal ein neues Exemplar des Königs der Instrumente zulegen, besteht mein fester Vorsatz, diese Scharte auszuwetzen. Unterstellt, daß Steinway & Sons oder Bösendorfer ihre weißen Tasten nur mit legal gehandeltem Elfenbein belegen, hätte ich kein Problem damit, wäre das dann von rosaner Farbe. Und wenn mir der schwarzglänzende Kasten dadurch eine zu weibische Anmutung bekäme, könnte ich ja den Deckel schließen. Beim Spielen bedecken meine flinken, weißen Finger ohnehin die haptische Pracht, und der göttliche Ton bleibt sowieso davon unbeeinflußt.

Falschnachrichten müssen nicht per se schlecht sein. Mein Traum bleibt bestehen. Auf zum Konzertflügel „Modell CSD“!

Die „Rosamunde“ Variationen – mein Lieblings-Impromptu – müßten darauf noch phantastischer klingen.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 19.01.2018

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„Glück ist nur ein lauwarmer Darmwind und stinkt so oder so.“ Aha!? Schade eigentlich!

Jetzt spinnt der Kolumnist, könnte man denken. Grundsätzlich mag das zutreffend sein, aber ich kann meine Leser versichern, daß es diesbezüglich in letzter Zeit keinerlei Veränderung gegeben hat.

Reden wir über Facebook! Das soziale Netzwerk stellt nach meinem Empfinden sehr häufig allein eine Belästigung, wenn nicht gar ein Ärgernis dar. Seltener sind die Momente, in denen es einen in welcher Form auch immer tatsächlich bereichert. Eines aber vermag es sehr zuverlässig, nämlich mehr oder minder aufschlußreiche Auskunft darüber zu geben, welch Geistes Kind dessen jeweilige Nutzer sind, über die man durch ihre Veröffentlichungen Kenntnis erhält. Als besonders peinlich oder unangenehm empfinde ich die, die sich dabei lediglich vorgefertigte Sprüchlein oder Videos zueigen machen. Die haben bei mir a priori verloren, wenngleich das eine oder andere vielleicht sogar geistreich oder lustig sein kann. Die anderen beurteilt man über das, was ihnen gefällt oder was sie selbst schreiben bzw. an Bildern einspeisen. Hier wird in den überwiegenden Fällen ganz schnell klar, ob es sich um einen respektablen Teilnehmer handelt oder nicht.

Insofern kann man Facebook einen Nutzen der einen oder anderen Art nicht absprechen. Unbestreitbar bediene ich mich dieses Mediums ja auch und gerade zur Verbreitung meines Geheuls, was im übrigen vor rund drei Jahren der einzige Grund für mich war, überhaupt dort aktiv zu werden. Außerdem geht in der heutigen Zeit in mancherlei Hinsicht kaum ein Weg daran vorbei. Gleichwohl bin ich weit davon entfernt, es wirklich zu mögen. Aber man muß auch nicht alles gutheißen, was das moderne Leben so mit sich bringt. Trotzdem gilt es, die Existenz solcher Plattformen zu respektieren und in geeigneter Form damit umzugehen.

Ach, so! Meine Einleitung!? Heute veröffentlichte jemand wörtlich folgenden Retortenspruch: „Glück is wie furzen.. Erzwingst du es kommt nur Scheisse raus!“. Er verbindet diesen Schwachsinn mit der Aufforderung an seine Rezipienten, sie sollten sich freuen, wenn sie auf dem Golfplatz „jede Menge Glück“ gehabt hätten.

Scheiße kommt eben leider nicht immer nur hinten raus. Und Golfer sind also auch nicht mehr das, was sie vielleicht einmal waren.

Noch Fragen!?

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

P. S.: #FreeDeniz – 340 Tage in Unfreiheit -!

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