wolfsgeheul.eu vom 08.04.2018

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Straßencafé – welch‘ profanes Wort für einen wunderbaren Ort!

Nichts gegen abgeschottet lauschige Biergärten, aber der Platz mitten im Geschehen ist doch immer noch der schönste. Autos, Motorroller etc. wuseln hupend um einen herum, und ein Strom unterschiedlichster Menschen verbreitet ein Sprachwirrwarr. Ohr und Auge bietet sich eine Reizüberflutung während man wie ein Fels in der Brandung gemütlich sitzend seinen Espresso, Grappa oder Wein trinkt und in einem Buch oder einer Zeitung blättert bzw. sich mit seiner Begleitung angeregt unterhält. Jeder, der auf Reisen sich befindet, kennt diese Orte und sucht sie gezielt auf. Ruhe kann man doch auf der heimischen Terrasse genießen.

Es käme einer Tragödie gleich, ließe es sich bei der neuen Gefahrenlage nicht mehr verantworten, dieserart Lokalitäten zu besuchen.

Jetzt droht uns nach der ökologischen Verspargelung unserer Landschaft eine Verpollerung unserer Innenstädte. Aber der Zweck heiligt die Mittel. Denn nichts wäre schlimmer als sich seine Kultur nehmen zu lassen.

Auf ins Straßencafé!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 30.11.2017

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„Der große van der Bellen!“

Das ist nicht der Titel eines neuen Mehrteilers von Regisseur Wedel, der demnächst vom ZDF ausgestrahlt wird. Vielmehr geht es um den grünen Bundespräsidenten unserer österreichischen Nachbarn. Mit Jahrgang 44 eines der vielen, in unseren westlichen Gesellschaften zunehmend in der Mehrheit befindlichen Auslaufmodelle!

„ein irritierender junger Mann, der kaum Alkohol trinkt, nicht raucht und auch keinen Kaffee trinkt“, so beschreibt er den mutmaßlich zukünftigen Bundeskanzler Kurz. Damit dürfte er die überwiegende Ansicht der älteren Generation vertreten, die immer noch in einem Weltbild lebt, in dem man von der Jugend einen unseriösen, sprich ausschweifenden Lebenswandel erwartet. Das klingt doch auch logisch. Denn welche Entwicklungsphase eignet sich besser als diese, um herumzuexperimentieren und die Risiken beseite lassend den Genuß über die Vernunft zu stellen!? Deshalb bringt man der nicht selten gänzlich anders tickenden Nachfolgegeneration eine gesunde Skepsis entgegen, weil einem dieses Anderssein irgenwie widernatürlich vorkommt. Alt und gesittet zu werden, sollte dem Alter vorbehalten bleiben, in dem es zum Teil sogar unfreiwillig geschehen muß, weil man es nicht mehr verträgt oder um das Leben – so gewollt – zu verlängern.

Ist es nicht wunderbar, einen obersten Repräsentanten zu haben, der kein Blatt vor den Mund nimmt und irgendwie jung geblieben ist!? „Tu felix austria ……….“! Mag es auch noch so altmodisch sein, ich teile jedenfalls Bellmanns Ansatz.

Und Dr. Dieter Wedel verfilmt demnächst vielleicht „Der kleine Kurz“. Ein langweiliger Stoff zwar, aber ein zeitgemäßer!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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