wolfsgeheul.eu vom 21.06.2018

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„Das birgt Gefahren, die Ronaldo gerne nutzen möchte.“.

Hab Acht! Es ist fünf vor ex.

Selbst wenn ich zugeben muß, aus eher unerfindlichen Gründen bis heute mit Frauen als Reportern im Männerfußball zu fremdeln, kann ich die Güllewelle, die sich über Claudia Neumann ergießt, nicht nachvollziehen. Denn unbestritten ist sie, wie das Eingangszitat bereits eindrücklich zeigt, keinen Deut – die Claudia sagt im übrigen „Deu“(sic!) – schlechter als ihre männlichen Kollegen. Das stellt jedoch nicht im geringsten eine positive Feststellung dar.

Im Spiel Portugals gegen die Iraner standen für sie die persischen Verteidiger doch tatsächlich in „Halbachtstellung“(sic!).

Wer hat nur an der Uhr gedreht!? Die Zeit ist jedenfalls reif, die amtierenden Fußballkommentatoren geschlossen vom Hof zu jagen. Sie tragen nämlich massiv zur Volksverdummung bei. Diesen Vorgang nennt – Zitat aus demselben Spiel – Frau Neumann übrigens eine „Personalroschade“(sic!).

Die Zeiger für einen Austausch stehen in Fünfvorzwölfstellung.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

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wolfsgeheul.eu vom 22.06.2018

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„in terna veritas“ klingt vermeintlich nach Latein und könnte entsprechend frei übersetzt „aller guten Dinge sind drei“ bedeuten!

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die sprachlichen Fehlleistungen der televisionären Hilfsschüler auf Seiten der Kommentatoren und Experten regelmäßig zu notieren und geschlossen in einer Kolumne zu dokumentieren. Es versaut einem aber gehörig das Leben, weil man erstens aus dem Mitschreiben fast gar nicht mehr herauskommt und zweitens wegen der damit verbundenen Ablenkung sich kaum noch dem sportlichen Geschehen in ausreichendem Maße widmen kann. Deshalb habe ich das Vorhaben sehr schnell begraben.

Heute reichten aber drei weitere Verbalentgleisungen, um das Thema doch an dieser Stelle aufzugreifen. Zunächst fiel die Formulierung „unsagenhafter Blödsinn“. Wenn man erst einmal realisiert hat, was der Sprachtölpel damit sagen wollte, fällt einem nur das Prädikat „unsäglich“ ein. Es ging jedoch Schlag auf Schlag. Sodann berichtete jemand von einem Maulwurf in einem WM-Team, der „Internas“ ausgeplaudert hatte. Nach Identifizierung des Übeltäters habe man diesen aber sofort „weggeschickt und eliminiert“. Tja, in Rußland werden eben rostige Nägel mit Köpfen gemacht und genauso rüde wie finale Konsequenzen gezogen. Todesstrafe für Whistleblower!

Es ist unbegreiflich, in wie kurzer Zeit eine Sprache ihr Niveau und ihre Klarheit derart verlieren kann. Der Konjunktiv liegt im Koma, die Grammatik wird außen vor gelassen und Fremdwörter sowie feststehende Redewendungen werden bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Ständig drängt sich die Frage auf, was die fröhliche Fernsehschnauze einem eigentlich sagen möchte.

Den Kampf für der Erhalt der deutschen Sprache in ihrer ganzen Pracht haben wir offensichtlich längst verloren. Denn wer will uns den heutigen Status Quo in seiner Erbärmlichkeit noch als natürliche und akzeptable Sprachentwicklung verkaufen!?

Übrigens: Was soll uns eigentlich die Begrifflichkeit „gebrauchter Tag“ an Bedeutung vermitteln?

Wenn der Reporter das „Momentum“ auf seiner Seite hat, scheint sein Erbsenhirn gänzlich den Dienst zu versagen. Es gelingen ihm dann konsequenterweise nur noch „Quantensprünge“ innerhalb seines ohnehin nur sehr eingeschränkten Sprachvermögens.

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

 

 

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