wolfsgeheul.eu vom 11.10.2017

2
1

An die Terroristen dieser Welt: Hoffentlich habt ihr ein Abonnement der Aachener Nachrichten!

Wenn nicht, dann aber noch schnell zum Kiosk oder zur Tanke und die aktuelle Ausgabe kaufen oder, falls nicht die passende Währung zur Hand, mitgehen – das fällt bei der Schwere der sonstigen Taten nicht ins Gewicht – lassen! Solltet ihr nämlich noch unentschlossen sein, welches Atomkraftwerk sich am besten für einen Anschlag eignet, weil er den verheerensten Erfolg verspricht, findet ihr dort wertvolle Anregungen. Madeleine Gullert – sicherlich eine Topjournalistin – berichtet unter Bezugnahme auf ein Greenpeace-Bulletin kurz gesagt, daß die beiden belgischen Reaktoren Tihange und Doel, die hier in Aachen und Umgebung seit geraumer die Hysteriker und Demoopas in ihren Bann und auf die Straße ziehen sowie deren bösen Zorn erregen und sie zu ängstlichen Hortern von steuerfinanzierten Jodtabletten machen, besonders anfällig für nachhaltige Anschläge seien, weil die Abklingbecken für die Brennstäbe, anders als in Deutschland, nicht den gleichen Sicherheitsanforderungen wie die Brennkammer selbst genügten. Natürlich beinhaltet der Text weitere detailierte Ausführungen, lediglich einen Lageplan der fragilen Abkühlbretterbuden bleibt man schuldig. Der wird jedoch sicherlich auf entsprechende Anfrage besorgter Bürger oder interessierter Terroristen von der Redaktion unkompliziert nach- und ausgereicht. Wär‘ doch auch blöd, müßte man sich erst über Google Earth o. ä. über die genaue Lage schlau machen! Insgesamt ist das aber einmal eine konstruktive Auskunft, die die Qual der Wahl erleichert. Es steht zu vermuten oder ist gar zu hoffen, daß die findige Frau Gullert unter tätiger Mithilfe der bekifften Umweltzausel daraus eine Serie machen und demnächst auch über besondere Schwachstellen der Reaktoren in den Niederlanden, der Schweiz, Tschechiens, Österreichs etc. berichten wird, denn die werden doch mit ziemlicher Sicherheit zumindest teilweise auch nicht deutschen Standards genügen.

Ist es nicht schön, daß man nicht mehr Atomphysik und die Tiefen des Netzes studieren muß, um an zielführende Informationen zu gelangen!? Und die Provinzblätter und deren eher mittelklassige Schreiber sind eben doch besser als ihr Ruf. Die kennen sich aus und nehmen ihre Aufklärungspflicht verdammt ernst. Wenn ich nicht zum Basteln in jeder Hinsicht zu blöd und ungeschickt wäre und somit als Bombenbauer definitiv lebenslang ausfiele, hätte ich mir ausnahmsweise auch einmal eine Aachener Zeitung gekauft. Aber andere werden es schon richten.

Das Wort Verantwortung und deren Umsetzung durch, wenn dringend angezeigt, partielles Schweigen allerdings scheinen in der Tat endgültig aus der Mode gekommen zu sein.

Darauf einen leckeren alkoholfreien Jod-Cocktail – trinke ich eigentlich seit circa einem Jahr fast jeden Abend – vor dem Einschlafen!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

2
1

wolfsgeheul.eu vom 28.09.2016

2
0

Gestern im friedlichen Rheinland:

Einige Personen bauen während der Nacht am rechten Rheinufer in Ranzel einen schweren Granatwerfer auf und richten die Laserzielvorrichtung auf die Tanks der gegenüberliegenden riesigen Shell-Raffinerie in Wesseling ein. Ein später Jogger alarmiert die Polizei, die eher widerwillig ob der chronischen Unterbesetzung der Nachtschicht einen Streifenwagen dorthin entsendet. Die blonde Polizeimeisteranwärterin Sandy Müller aus Mittweida und ihr leicht übergewichtiger Brühler Kollege, Polizeimeister Joseph Schmitz, erreichen, weil sie sich vorher an ihrer Lieblingstankstelle noch einen Coffee-to-go „holen“ mußten, den Zielort etwa eine halbe Stunde später und gehen langsam auf die gemeldete Gruppe zu. Sie stellen sich mürrisch vor und fragen, was man dort tue. Man habe vor, die Raffinerie in Luft zu jagen, weil man als Bonner Umweltaktivistenverein gegen den Raubbau an unseren fossilen Ressourcen sei. Müller: „Haben Sie dafür eine Genehmigung?“. „Nein! Läßt sich das denn überhaupt genehmigen?“ antwortet und fragt der mutmaßliche Sprecher und Anführer mit grauem Bart, Birkenstocks und brauner Jack-Wolfskin-Jacke. „Das fällt nicht in unseren Zuständigkeitsbereich. Aber dann möchten wir bitte Ihre Ausweise sehen.“, erläutert und fordert Schmitz. Alle zücken willig ihre Brieftaschen und überreichen die gewünschten Dokumente, während ein junger Mann, korrekt mit dem arbeitsschutzrechtlich vorgeschriebenen Ohrenschützer auf dem Kopf, im Hintergrund weiter in aller Seelenruhe seine Waffe einrichtet und schußfertig macht. „René, wirf ‚mal Deinen Perso rüber!“ brüllt einer ihm zu, und so gelangt auch der letzte Ausweis vor den Taschenlampenlichtkegel der Beamten, die sich sodann mit „Das müssen wir erst einmal überprüfen, bitte bleiben Sie vor Ort.“ entschuldigen und zum Einsatzfahrzeug und ihren heißen Schnabelpappbechern schlendern. Gerade dort angekommen ertönt ein ohrenbetäubender Knall. René hat die erste Granate abgefeuert. Volltreffer! Ein Tank explodiert mit einem gigantischen Feuerstrahl und es ist plötzlich taghell. Das Feuer greift in Sekundenbruchteilen auf die gesamte Raffinerie über und zerstört sie total. Polizei und Aktivisten beobachten leicht ohrenbetäubt aber fasziniert das Schauspiel, überleben jedoch das etwas andere „Rhein in Flammen“-Spektakel ansonsten unverletzt. Im Werk der Shell AG und im Umkreis sterben in der letzten Nacht 538 Menschen, tausende weitere werden leicht bis schwer verletzt. Die Sachschäden belaufen sich nach vorläufigen Schätzungen auf  mehrere Hundertmillionen Euro. Feuerwehren und Rettungsdienste werden noch Tage im Einsatz sein. Die zuständigen Behörden sowie die Medien loben heute in ersten Statements nahezu einhellig das besonnene Vorgehen der Beamten, bei dem weder die Aktivisten noch deren wertvolles Gerät zu Schaden gekommen sind.

Dagegen gestern im terrorgeschüttelten Belgien:

„Polizei schlägt auf Anti-­Atom-­Demonstranten ein

Mit Gewalt haben Polizisten am Dienstagabend (27.09.2016) eine friedliche Protestaktion am Atomkraftwerk im belgischen Tihange beendet. Die Aachener Teilnehmer hatten eine Lasershow installiert. Stop Tihange und Stop Doel, für grüne Energie jetzt ­ und ähnliche Slogans hatten die Aachener Atomkraftgegner auf die Kühltürme des AKW Tihange projiziert. Sie hatten ihre Apparaturen am gegenüberliegenden Maasufer installiert. Entsetzen über hartes Vorgehen der Polizei Nach etwa zehn Minuten zerschlug die Polizei die Aktion. Augenzeugen berichten, dass Polizisten auf Teilnehmer und die Apparate der Atomkraftgegner einschlugen. Auch eine Journalistin des WDR wurde bedroht und geschlagen. Die Atomgegner äußerten sich entsetzt über die Vorgehensweise der Beamten, die ohne Vorwarnung handelten. So etwas habe man noch nie erlebt, so Sprecher Jörg Schellenberg aus Aachen. Die belgische Polizei will sich zu dem Vorfall zunächst nicht äußern. Erst wenn eine schriftliche Beschwerde vorliegt, wolle man den Polizeieinsatz prüfen und gegebenenfalls Stellung nehmen. Stand: 28.09.2016, 12:26″

So die Meldung auf der WDR-Homepage( http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/protestaktion-atomkraftgegner-tihange-100.html )!

Noch Fragen!? Verkehrte Gutmenschen-Welt!

Gute Nacht!

Ihr/Euer Wolf

 

2
0